KUNST, BEGEGNUNGEN und goldener HERBST in SLOWENIEN

Landshuter Kulturreise auf den Spuren des Bildhauers Slavko Oblak führte nach Bled und Ljubljana

Drei Tage voller Kunst, persönlicher Begegnungen und beeindruckender Landschaften liegen hinter den Teilnehmenden der Kulturreise nach Slowenien. Vom 27. bis 29. Oktober begaben sich 19 Interessierte auf den Weg nach Bled, in die Heimat des Bildhauers Slavko Oblak. Sein künstlerisches Schaffen ist derzeit auch in Landshut in der Ausstellung „Slavko Oblak. Natur Kunst Werk“ in der Heiliggeistkirche und dauerhaft im Skulpturengarten im Stadtpark zu entdecken.

Bei goldenem Oktoberwetter erwartete die Reisegruppe ein abwechslungsreiches Programm, das nicht nur zahlreiche Werke des Künstlers, sondern auch die Geschichte und Kultur seines Geburtsortes näherbrachte. Besonders herzlich fiel der Empfang in Bled aus: Slavko Oblak und seine Frau Irmi begrüßten die Landshuter Gäste vor Ort persönlich.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der im Juni 2026 eröffneten Galerija Slavko Oblak. Am Dienstagabend fand dort ein besonderes Künstlergespräch mit Slavko Oblak, der Kulturdirektorin von Bled Lea Ferjan sowie den Kunsthistorikern und Autoren der Biografie „Slavko Oblak. Künstler und Handwerker“ Lidija Pavlovčič und Vid Lenard statt. In angenehmer Atmosphäre entwickelte sich eine spannende Veranstaltung mit persönlichen Einblicken und kunsthistorischen Perspektiven auf das Werk des Bildhauers. Damit alle Teilnehmenden den Gesprächen folgen konnten, wurde das Künstlergespräch eigens für die Landshuter Gruppe simultan von Lidija Frece ins Deutsche übersetzt.

Am zweiten Reisetag wurde Bled bei einer geführten Tour mit Janez Fajfar erkundet. Er ist ehemaliger Bürgermeister von Bled, Historiker und langjähriger Freund von Slavko und Irmi Oblak. Entlang des Slavko Oblak Skulpturenwegs, der vom Rathaus über den See bis zur Bleder Burg führt, entdeckten die Teilnehmenden sechs bedeutende Arbeiten des Künstlers im öffentlichen Raum. Fajfar vermittelte anschaulich Wissenswertes über die Geschichte des Ortes, die Entwicklung Sloweniens und natürlich die Bedeutung von Slavko Oblaks künstlerischem Schaffen. Seine persönlichen Erinnerungen und die enge Verbindung zur Familie Oblak machten den Rundgang zu einer ganz besonderen Begegnung mit dem Künstler und seiner Heimat.

Auch Ljubljana durfte bei der Reise nicht fehlen. Bei einer geführten Stadterkundung mit anschließender Bootstour lernten die Gäste die slowenische Hauptstadt aus verschiedenen Perspektiven kennen und genossen das herbstliche Flair zwischen historischen Fassaden, lebendigen Plätzen und den Ufern der Ljubljanica.

Der letzte Reisetag bot nochmals Gelegenheit, die eindrucksvolle Natur rund um Bled zu erleben. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmenden entweder mit einem traditionellen Pletna-Boot zur kleinen Insel im Bleder See übersetzen oder die nahegelegene Vintgar-Klamm erkunden. Und auch eine kulinarische Spezialität durfte nicht fehlen: die berühmte Bleder Cremeschnitte.

Bereits auf der Hinfahrt hatte die Gruppe einen weiteren wichtigen Ort im Schaffen Oblaks besucht: In Burghausen führte ein Zwischenstopp zum Mahnmal auf der Napoleonshöhe, das der Bildhauer 1968 geschaffen hat.

Begleitet wurde die Kulturreise von Noemi Frattini, Kuratorin der Ausstellung „Slavko Oblak. Natur Kunst Werk“ in der Heiliggeistkirche. Die Reise bot die besondere Gelegenheit, den Künstler nicht nur über seine Werke kennenzulernen, sondern auch die Menschen, Orte und Geschichten zu entdecken, die sein Schaffen geprägt haben. Die Museen der Stadt Landshut bedanken sich bei Slavko und Irmi Oblak, Janez Fajfar, den slowenischen Gastgeberinnen und Gastgebern sowie der Reiseagentur TransMobility für die herzliche Aufnahme und die gelungene Organisation dieser besonderen Kulturreise.

Slavko Oblak in Landshut: Das Programm geht weiter

Auch in Landshut gibt es weiterhin Gelegenheiten, dem Künstler und seinem Werk zu begegnen. In der Heiliggeistkirche ist inzwischen auch der finale Schnitt des Künstlerporträts über Slavko Oblak zu sehen, welches als Finalist des diesjährigen „Heritage in Motion“-Filmfestivals aufgestellt war. Das Porträt wird im Wechsel mit deutschen und englischen Untertiteln gezeigt. Der Film ist auch online verfügbar unter: https://vimeo.com/starelation/oblak

Das Rahmenprogramm zur Ausstellung „Slavko Oblak. Natur Kunst Werk“ hält ebenfalls weitere Termine bereit: Die öffentliche Führung „Auf den Spuren der Skulpturen“ lädt am Samstag, 7. November und 12. Dezember jeweils um 11 Uhr dazu ein, das Werk des slowenischen Bildhauers in der Heiliggeistkirche, in der Innenstadt und im Skulpturengarten näher kennenzulernen. Am Samstag, dem 14. November um 15 Uhr, gibt Slavko Oblak im Künstlergespräch mit Daniel J. Schreiber persönliche Einblicke in sein künstlerisches Schaffen. Eine Kuratorenführung mit Noemi Frattini findet am Donnerstag, dem 3. Dezember, um 16 Uhr statt. Weitere Informationen zum Ausstellungsprogramm und Tickets sind unter www.museen-landshut.de zu finden.

 

Fotos: LandshutMuseum

 

weitere Beiträge